
Vom 4. bis 13. September 2026 findet erstmals das Kirill & Friends Berlin Festival statt. Veranstaltungsorte sind unter anderem das Schillertheater, das Deutsche Theater, das DOCK 11, das CUBIX am Alexanderplatz und die St.-Matthäus-Kirche. Der Regisseur Kirill Serebrennikov hat mit seiner seit 2023 in Berlin ansässigen Company Kirill & Friends ein zehntägiges Programm zusammengestellt. Gezeigt werden Theater, Tanz, Film, Musik, Ausstellungen und Gespräche. Das Festival soll außerdem den Austausch zwischen Künstlern fördern und Raum für neue Kooperationen schaffen.
Zu den wichtigsten Produktionen gehört das Theaterstück „LEGENDE“, das von der künstlerischen Welt des georgisch-armenischen Filmemachers Sergej Paradschanow inspiriert ist. Die Inszenierung verbindet Theater, Musik, Malerei, Literatur und Film. Sie wird vom 4. bis 6. September im Schillertheater aufgeführt und in Berlin von einem georgischen Chor begleitet.
Im Deutschen Theater ist am 8. und 9. September „APOCALYPSE TOMORROW“ zu sehen. Das Stück handelt von sechs Menschen, die angesichts einer bevorstehenden Apokalypse gemeinsam gefangen sind. Regie führt Evgeny Kulagin, die Choreografie stammt von Ivan Estegneev. Am 9. September wird dort außerdem der Dokumentarfilm „MAKING LEGENDE“ gezeigt.
Vom 10. bis 13. September steht im Schillertheater „DER SCHNEESTURM“ auf dem Programm. Die Inszenierung von Kirill Serebrennikov basiert auf einem Text des Schriftstellers Wladimir Sorokin. In der Hauptrolle als Dr. Garin ist August Diehl zu sehen.
Eine weitere Bühnenarbeit ist „DIE TRAUER DES DÄMONS“ mit dem Choreografen und Performer Ivan Estegneev. Die Produktion beschäftigt sich mit Verlust, Erinnerung, Distanz und der Frage, wie sich persönliche Erfahrungen festhalten und zugleich loslassen lassen. Die Aufführungen finden am 13. September im DOCK 11 / DOCK ART statt.
Filme im CUBIX
Unter dem Titel „JOËL’S 5“ präsentiert das Festival im CUBIX am Alexanderplatz fünf Filme, die der Filmkritiker und Cannes-Korrespondent Joël Chapron zusammengestellt hat. Das Programm umfasst verschiedene Genres und reicht von Dokumentar- und Animationsfilmen bis zu historischen Dramen.
Gezeigt werden unter anderem „Che Guevara: The Last Companions“, „Jim Queen and the Quest for Chloroqueer“, „Tschaikowskys Frau – Director’s Cut“, „See Buildings Fall Like Lightning“ und „Lumière, Le Cinéma“. Bei „Tschaikowskys Frau“ handelt es sich nach Angaben der Veranstalter um die deutsche Premiere einer bislang nicht öffentlich gezeigten Schnittfassung.
Gespräche mit August Diehl und Wladimir Sorokin
In der St.-Matthäus-Kirche sprechen am 5. September August Diehl und Kirill Serebrennikov über ihre Zusammenarbeit. Das Gespräch trägt den Titel „Bluetooth Mode“. Am 11. September folgt unter dem Titel „Weather Forecast“ ein Gespräch zwischen Wladimir Sorokin und Serebrennikov über Literatur, Theater und die Fähigkeit der Kunst, mögliche Zukünfte sichtbar zu machen.
Das Festivalprogramm wird durch zwei Workshops ergänzt. Bei „Dancing Plague“ beschäftigen sich Teilnehmer unter der Leitung von Evgeny Kulagin und Ivan Estegneev mit dem sogenannten Tanzfieber von Straßburg aus dem Jahr 1518. Die öffentliche Präsentation findet am 6. September im DOCK 11 / EDEN statt.
Der Workshop „Prophets“ unter Leitung des Komponisten Alexander Manotskov widmet sich zeitgenössischer Musik. Die Teilnehmer erhalten jeweils über Kopfhörer eigene Klangfolgen und Anweisungen. Die Ergebnisse werden am 12. September in der St.-Matthäus-Kirche präsentiert.
Im Rahmen des Festivals werden außerdem die Ausstellung „Faces in Motion & Tragwerk“, DJ-Sets und eine Abschlussfeier veranstaltet. Die Verleihung des „Ampersand (&) Grant“ findet am 13. September in der Kulturbrauerei statt und ist nur auf Einladung zugänglich.
Karten und das vollständige Programm sind über kirillandfriends.com erhältlich.
Bildquelle: Kirill Theater Festival
Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.