Ganymed & Brecht’s: Sommerliches Genuss-Plus direkt am Fluss

Gastronom Pankow, Inhaber vom Steakhaus Brecht's und dem benachbarten Ganymed.
Gastronom Michael Pankow, Inhaber des Steakhaus Brecht's und dem benachbarten Ganymed.

Gut Essen kann man in Berlin sicher fast überall – dennoch gibt es besondere Orte, die Kulinarik, Historie und Kultur zu einem unverwechselbaren Gesamterlebnis verschmelzen lassen. Und wenn dann noch das spätsommerliche Wetter mitspielt, kann man gut und gerne von einem rundum gelungenen Abend  schwärmen. Direkt an der Spree zwischen Berliner Ensemble und Schiffsanlegern traf eine illustre Runde aus Foodjournalisten, Gastrokritikern und Influencern zu einem abendlichen Dinner zusammen.

Eingeladen hatte die Agentur Riedel-PR im Auftrag des ebenso passionierten wie engagierten Gastronomen Michael Pankow, Geschäftsführer und Inhaber von zwei legendären Restaurants mit jeweils  unterschiedlichen kulinarischen Konzepten. Beide Locations liegen in unmittelbarer Nachbarschaft in traumhafter Lage, Spreeblick inklusive. Das Ganymed ist seit 1931 am Standort verankert, avancierte schnell zum Treffpunkt der Berliner Gesellschaft, war zu DDR-Zeiten bis zur Wende stets ausgebucht, nicht zuletzt wegen der hier anzutreffenden zahlreichen Künstler und Kulturschaffenden.

Nach Schließung und aufwendiger Sanierung öffnete das Lokal 2005 als Brasserie seine Türen. Auf der Karte des Hauses steht eine französisch geprägte Küche auf höchstem Niveau mit Fischen, Meeresfrüchten und klassischen  Gerichten. Brechts Steakhaus mit eigener Zerlegeküche ist fokussiert auf Fleisch- und BBQ-Grillspezialitäten wie Dry Ager Steaks. Laut Fachmedium „Schlemmer-Atlas“ zählt es zudem zu den 50 besten Steakhäusern in Deutschland. 

Ein Abend für alle Sinne: Von der Vorspeise bis zum Dessert

Zur Einstimmung des Branchenpublikums servierte das überaus aufmerksame Service-Team optisch wirksam arrangierte Austern „Fine de Claire“ und Rosa Crevetten sowie gekühlten Crémant. Zum anschließenden Fachsimpeln ging es auf die festlich gedeckte gemeinsame wind- und regengeschützte Terrasse der beiden Lokale. Hier setzten die beiden unterschiedlichen Küchen die besondere Atmosphäre variantenreich in Szene. Nach einer kurzen Begrüßung durch Michael Pankow wurde die kulinarische Idee des Abends in praxi umgesetzt: Vielfalt durch Synergieeffekte. Als Vorspeisen überzeugten Süßkartoffelsuppe mit Koreander, verschiedene Salatvarianten, Antipasti, Lachstatar auf Brot und Rindertartar auf Pumpernickel.

Zu den schmackhaften heißen Highlights gehörten ein Best-of-Grill Buffet mit Spezialitäten wie Lammchops, Rumpsteak, Merguez, Garnelen, Oktopus und auf Wunsch vegane Bratwurst. Als Hauptgänge standen Spare Ribs mit BBQ- Sauce, Rosmarinkartoffeln und Cole Slaw, geschmorte Ochsenbäckchen mit getrüffeltem Kartoffelpürree und zartes Lachsfilet auf Safran Risotto und Beurre Blanc zur Auswahl. Verschiedene Käsesorten und Desserts, darunter  Mousse au chocolat, hausgemachter Apfelstrudel und Himbeertarte, gab es zum Schluss. Sorgfältig auch die Getränkeauswahl mit Weißwein Sauvignon Blanc Chateau Le Grand Verdus, einem Rotwein Cabernet Sauvignon Patriarche Pére & Fils sowie Burgensteiner Pils vom Fass. 

Gastronomie im Wandel: Qualität, Wurzeln und neue Wege

Bei einem solchen Essen ließ es sich prächtig über kulinarische Konzepte sprechen. Die Branche steht generell  vor großen Herausforderungen: gestiegene Kosten, Fachkräftemangel, sparsamere Gäste, diverse Essgewohnheiten, angesiedelt zwischen Fleischeslust und Veganerfrust. Michael Pankows Credo lautet: Alle an einen Tisch zu bringen! Gemeinsames Essen wird immer mehr auch als soziales Miteinander verstanden. So werden in Brechts Steakhaus auch Gerichte wie verschiedene Steak-Varianten serviert, die sich die Gäste teilen können. Beliebt sind zu besonderen Events auch die  angebotenen Buffets.

Schnelllebige Trends sind nicht Pankows Sache. Er setzt auf Qualität, Verlässlichkeit, hervorragende Servicekultur und Gastfreundschaft. Seine Botschaft: Gute Gastronomie braucht Wurzeln muss sich aber auch kreativ verändern! Sein Engagement geht zudem weit über die eigenen Restauranttüren hinaus. So sorgte er mit weiteren Gastronomen für eine Aufwertung des Spreeufers, das inzwischen für seine urbane Lage und sein mediterranes Flair bei Einheimischen wie Berlin-Gästen gleichermaßen bekannt ist.

Apropos Tourismus. Nach der Pandemie sind die Besucherzahlen zwar wieder gestiegen, erreichten aber bisher noch nicht das Rekordniveau von 2019. Entscheidungen des Senats, Veranstaltungen wie „Silvester in Berlin“ nicht mehr zu fördern, sieht Michael Pankow diffizil. Die letzte Nacht des Jahres direkt am einstmals mauergeteilten Brandenburger Tor zu feiern, ist aus seiner Sicht historisch einmalig und deshalb ein Besuchermagnet par excellence. Werbung für Berlin überlässt  Michael Pankow aber keineswegs ausschließlich Politikern und Vermarktungsprofis, sondern zelebriert sie täglich in seiner Eigenschaft als Gastgeber aus Leidenschaft.                                                                      

Informationen und Reservierungen unter www.ganymed-brasserie.de und brechts.de

Text: Marion Schlag / Bilder: Marion Schlag & pegü

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