Alte Adresse mit neuem Namen:Hotel Berlin, Berlin

Hotel BerlinBerlin

Bereits seit einiger Zeit bekam man bei Anruf im einstigen Hotel Berlin zu hören: “Hotel Berlin, Berlin. Wie kann ich Ihnen helfen?” Hotel Berlin, Berlin.

Seit dem 7. Dezember nun ist es offiziell. Geschäftsführerin Cornelia Kausch verkündete den neuen Namen des Hotels, der durchaus der alte ist – zum Teil: Hotel Berlin, Berlin. Der Hintergrund, so die Hoteliere, ist die Tatsache, dass immer mehr Hotels den Namen Berlin sich beigefügt haben – ganz zu schweigen von den vielen “Hotels Berlin” deutschlandweit. Das sei, so die Hoteliere, verwirrend, insonderheit für den ausländischen Gast. Und was ist deshalb “authentischer als das Hotel Berlin in Berlin”? fragt sie provokativ – die Kurzform nun ziert das Haus in allen Belangen: Hotel Berlin, Berlin. Nur das Komma, das lässt sich soooo schwer aussprechen…
Und noch etwas prägt seit besagtem Siebten das Haus: Eine überdimensional große, vom Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltete Folie (knapp 100 Quadratmeter groß in den Maßen 60 X 16 Meter) mit dem Thema Menschen im und um das Hotel. Ein bisschen Miró, etwas Gustavo, vielleicht auch etwas Hundertwasser – wenn es um die Farbigkeit und eigenwillige Gestaltung geht – aber trotz alledem 100 Prozent Fischer-Art. Ein neues farbiges Highlight, das der Kunst- und Kulturstadt ebenso gut zu Gesicht steht wie der Hotelstadt Berlin. Eben: Berlin, Berlin.
Übrigens ist die Folie lichtdurchlässig, damit der dahinter wohnende Hotelgast seinen Aufenthalt nicht im Dunkeln verbringen muss. Und der Gast kann sie auch vor seinem Fenster aufknüpfen, herausschauen und so Teil des Gesamtkunstwerks werden… Wenn das Hotel nun noch einen Fotografen beschäftigen würde – die Erinnerung an das Kunstwerk mit eigenem Anteil wäre bleibend.
Und da Neu-Eigentümer Pandox AB – eine in Stockholm ansässige Immobiliengesellschaft, die ausschließlich in Hotels investiert (37 Häuser in 7 europäischen Ländern und auf den Bahamas mit rund 8500 Gästezimmern) – zurzeit 10 Millionen Euro in das Haus investiert, so wird sich das 701-Zimmer-Hotel im 4-Sterne-Segment dann in 15 bis 20 Monaten – Cornelia Kausch lässt den genauen Abschluss offen – komplett im neuen Gewande präsentieren. Das schließt eine Fassadenerneuerung ebenso ein wie die Modernisierung der 210 Zimmer im 10 Jahre alten Berliner Flügel, des Kongress- und Eventbereichs sowie des auch in die Jahre gekommenen Wellness-Bereichs.
Mit den investierten 10 Millionen Euro, die der kurzzeitige Vorbesitzer bereits investiert hatte – das Volumen schloss unter anderem die Modernisierung von 300 Zimmern sowie des kompletten gastronomischen Bereichs ein – ist also eine erkleckliche Summe in das Haus gesteckt worden.
Das drittgrößte Berliner Hotel am Lützowplatz hat West-Berliner Hotelgeschichte geschrieben. Eröffnet 1958, war es Vorreiter einer neuen Kategorie von Hotels – mit mehreren Restaurants (berühmt war der Berlin-Grill, der einst gar mit einem Michelin-Stern gewürdigt wurde, leider Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ausbrannte) und einem großen Konferenzbereich. Julius Sauter war der erste Direktor des Hotels, das heute das drittgrößte der Hauptstadt ist und auch deutschlandweit, zu den größten zählt. Das neue Restaurant “Julius” ist so zu sagen eine Hommage an jenen Direktor, der ein Viertel Jahrhundert die Geschicke des Hauses lenkte und der hier damals die badische Küche etablierte und das Haus zu einer ersten kulinarischen Adresse des vergangenen Westberlins führte. Die Namensgebung ist somit eine weitere Verpflichtung, die man sich auf das Panier geschrieben hat. Man darf gespannt sein…

Hotel Berlin, Berlin, Lützowplatz 17, 10785 Berlin ,Tel: 030-26050 www.hotel-berlin-berlin.com; info@hotel-berlin-berlin.de

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