Neuer Roman von Hera Lind: Das mutige Leben der Jüdinnen Jetta Schapiro-Rosenzweig und Tamar Dreifuss

Hera Lind / Fotovermerk: Agentur Schneider-Press/Erwin Schneider
Hera Lind / Fotovermerk: Agentur Schneider-Press/Erwin Schneider

Vilnius/ Wilna, im Jahr 1941. Mit der deutschen Besatzung beginnt für das jüdische Ehepaar Schapiro ein unerträglicher Leidensweg: Um ihre Tochter Tamar vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu schützen, verstecken ihre Mutter Jetta und ihr Vater Jascha sie unter falschem Namen bei ihrer Tante Janina, die als Kind getauft wurde. Doch als Tamars Tarnung auffliegt, bleibt den Eltern nichts anderes übrig, als die Vierjährige in den unmenschlich harten Ghettoalltag zu holen. Nach der Deportation ins Lager Tauroggen gelingt Jetta mit Tamar das Unglaubliche: die Flucht. Damit beginnt für die beiden ein neues Kapitel des Leidens und des Überlebenskampfes.

Jetta Schapiro-Rosenzweig war eine jüdische Überlebende des Holocaust, deren Ehemann im Konzentrationslager ums Leben kam. Zusammen mit ihrer Tochter Tamar gelang ihr auf spektakuläre Weise die Flucht Ihre Geschichte ist heute ein wichtiges Zeugnis in der Gedenkarbeit. Tamar Dreifuss engagierte sich zeitlebens bis zu ihrem 86. Lebensjahr für die Erinnerung an den Holocaust und wurde dafür mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Giesberts-Lewin-Preis ausgezeichnet. Ihr lag sehr viel daran, dass Hera Lind die Geschichte ihrer Mutter einem großen Publikum zugänglich macht. Sie starb am 18. Oktober 2025.

„Wenn ich irgendeine Aufgabe im Leben sehe, dann ist die, Geschichten wie die von Jetta und Tamar an eine große Leserschaft weiterzugeben. Wir haben die Verantwortung, uns dieser Nachschau zu stellen, unsere Kinder und Enkel darauf hinzuweisen, dass es nie wieder, nicht in den schwärzesten Tiefen eines menschlichen Charakters, einer lebenden Seele, auch nur zu dem Gedanken kommt, dass es Menschen unterschiedlicher Klasse auf dieser Welt geben könnte“, sagt Hera Lind über ihren neuesten Roman.

Über die Autorin

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war klassische Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Dabei versteht sie es auf einzigartige Weise, in dem bewegenden persönlichen Schicksal historische und aktuelle gesellschaftliche Missstände anschaulich zu machen. Mit diesen Romanen erobert Hera Lind immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste. Die vierfache Mutter und mehrfache Großmutter lebt mit ihrem Mann in Salzburg, wo sie auch gemeinsam Schreibseminare geben.

Verlosung

„Erhobenen Hauptes“ von Hera Lind

Die Berliner Lokalnachrichten verlosen 4 Exemplare. Zur Teilnahme geben Sie bitte im Textfeld das Stichwort „Erhobenen Hauptes“ an. Damit das Textfeld angezeigt wird, müssen Sie angemeldet sein. Eine Teilnahme per E-Mail ist nicht möglich. Einsendeschluss ist der 15. November 2026.

Rechtsweg und Auszahlung sind ausgeschlossen. Die Teilnehmer müssen volljährig sein. Die Teilnehmerdaten werden ausschließlich für die Durchführung der Verlosung verwendet. Bildquelle: ©Schneider-Press/ Erwin Schneider

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