Kunst trifft Wissenschaft: Ausstellung „Chrysalis“ im Art Laboratory Berlin

Helena Nikonole "Speculative Species Evolution" 2024 im Rahmen von CHRYSALIS. ARTISTS IN LABS Art Laboratory Berlin
Helena Nikonole "Speculative Species Evolution" 2024 im Rahmen von CHRYSALIS. ARTISTS IN LABS Art Laboratory Berlin

Das Art Laboratory Berlin lädt im Herbst 2026 zu einer besonderen Gruppenausstellung ein, in der Kunst und Wissenschaft unmittelbar aufeinandertreffen. Unter dem Titel „Chrysalis. Artists in Labs“ werden künstlerische Forschungen und neue Werke präsentiert, die in enger Zusammenarbeit mit Berliner Wissenschaftslaboren entstanden sind.

Pressevorschau ist am Freitag, 25. September 2026, um 11 Uhr. Am selben Tag eröffnet die Vernissage, bevor die Ausstellung vom 26. September bis 29. November 2026 regulär zu sehen ist. Geöffnet ist jeweils donnerstag bis sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Hintergrund des Projekts „Chrysalis. Artists in Labs“ ist ein mehrjähriges, innovatives Programm, das 2025 gestartet wurde und einen intensiven Austausch zwischen Kunst und Naturwissenschaft fördert. Beteiligt sind Forschungsgruppen verschiedener Berliner Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die gemeinsam mit Kunstschaffenden aktuelle Themen aus Neurowissenschaft, künstlicher Intelligenz, Klimaforschung, Bodenökologie und Biodiversität ausloten. Unterstützt wird das Projekt von der Lottostiftung Berlin.

Für die Gruppenausstellung wurden vier international anerkannte, in Berlin lebende Künstler ausgewählt: Helena Nikonole, Julius Holtz, Margherita Pevere und Marcus Maeder. Sie alle sind für ihre Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie bekannt und bringen langjährige Erfahrung in kollaborativen Projekten mit naturwissenschaftlichen Teams mit.

Helena Nikonole verknüpft im Rahmen von „Chrysalis“ aktuelle Forschungen zur Boden-Metagenomik mit ihrer Praxis im Bereich maschinelles Lernen und lenkt den Blick auf die unsichtbaren Daten- und Lebenswelten im Boden. Julius Holtz arbeitet mit interaktiver Klangkunst, die mithilfe einer Gehirn-Computer-Schnittstelle erzeugt wird, und setzt sich zugleich mit neurowissenschaftlicher Forschung und Schlafforschung auseinander. Margherita Pevere untersucht wenig beachtete Teiche und Kleingewässer in Berlin und rückt den Tod als ökologische Treibkraft in den Fokus ihrer künstlerischen Forschung. Marcus Maeder schließlich übersetzt gemessene Umweltveränderungen in Klang, sodass mikroklimatische Dynamiken im Untergrund als zeitliche und relationale Prozesse sinnlich erfahrbar werden.

Mit „Chrysalis. Artists in Labs“ knüpft das Art Laboratory Berlin an Berlins Rolle als international bedeutenden Standort für Kunst und Wissenschaft an. Die Ausstellung richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch an alle kunst- und wissenschaftsinteressierten, die neugierig sind, wie sich aktuelle Forschungsthemen in künstlerischen Formen widerspiegeln. Interessierte können sich den 25. September schon jetzt im Kalender vormerken – und sich auf eine Ausstellung freuen, die neue Perspektiven auf das Verhältnis von Mensch, Technik und Umwelt eröffnet.

Alle Informationen unter https://artlaboratory-berlin.org/de/forschung/chrysalis-artists-in-labs/

Bildquelle: Helena Nikonole „Speculative Species Evolution“ 2024 im Rahmen von CHRYSALIS. ARTISTS IN LABS Art Laboratory Berlin

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