Neues Gewächshaus: Eine Million Gurken für Berlin und Brandenburg

Im Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Handel wird am Freitag, den 31. März um 13.30 Uhr das 0,75 Hektar große und moderne Gewächshaus in Manschnow (Brandenburg) eingeweiht. Rund 1,3 Millionen Euro wurden für den Bau des nachhaltigen Gewächshauses investiert.

„Unser neues Gewächshaus verfügt über eine Stehwandhöhe von sechs Metern, was zu einem größeren Luftvolumen und einer besseren Klimaführung und Durchlüftung der Gurken-Kulturen führt“, erläutert Markus Gläser, Geschäftsführer der FONTANA Gartenbau GmbH. Nach der Antragstellung im März 2020, dem durch Corona verzögerten Baubeginn im Juli 2022 wurden nun endlich die letzten Bauarbeiten im Februar 2023 beendet und der Startschuss für die Ernte der ersten Gurken steht bevor.

Gemüse aus der Region für die Region

„Wir bauen hier rund 11.500 Gurkenpflanzen an, v.a. Schlangengurken sowie auch einige Snack- und Midigurken. Die Erntemenge wird rund 130 Stück/m² betragen, was einer Gesamtmenge von circa einer Million Gurken entspricht“, so Markus Gläser weiter. Der Absatz erfolgt über zwei eigene Blumenläden, das Verkaufsgewächshaus bis Ende Juni sowie über regionale Händler und Berliner Wochenmärkte. Der größte Teil wird aber über die Werder Frucht vermarktet.

Regionale Lebensmittel aus Brandenburg sind – trotz Inflation und Wirtschaftskrise – weiter gefragt, viele Verbraucher wollen laut der aktuellen Studie „Vermarktungspotentiale heben für Regionalprodukte aus Brandenburg“ sogar zukünftig mehr regionale Lebensmittel einkaufen. „Mit dem Rückhalt aus der Politik müssen mit dem Lebensmitteleinzelhandel weitere innovative Schritte gegangen werden, um gärtnerische Produkte aus Brandenburg für Verbraucherinnen und Verbraucher noch sichtbarer zu machen“, so die Forderung von Dr. Klaus Henschel, Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg e.V.

Nachhaltigkeit hat höchste Priorität

In dem hochmodernen und Ressourcen sparenden Gewächshaus werden neue Maßstäbe gesetzt. So konnte durch isolierte Außenwände (Doppelstegplatten) und das Installieren von zwei Energieschirmen die Energieeffizienz signifikant gesteigert und der Wasserverbrauch durch ein geschlossenes Wassersystem (hängende Rinnen, Biolangsamfilter) um mehr als 30% gesenkt werden. Kompostierbare Sisalschnüre und Steinwolle als Substrat ermöglichen eine erd- und torffreie Produktion. Zudem wird die verbrauchte Steinwolle in der Ziegelherstellung weiterverwendet und sorgt dort für bessere Wärmedämmung. Außerdem wird vorrangig biologischer Pflanzenschutz eingesetzt.

Die Fontana Gartenbau GmbH beschäftigt derzeit 24 Mitarbeiter und hat sich in den letzten Jahren engagiert um Auszubildene gekümmert. Der reine Unterglas-Betrieb produziert auf  insgesamt 2,4 Hektar  neben Gemüse (Tomaten und Gurken) auch viele Zierpflanzen und dies besonders umweltbewusst.

Bild: Julia Schwab via Pixabay

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