
In Wannsee hat der Umbau des ehemaligen Wirtschaftshofes von Schloss Glienicke zum Besucherzentrum offiziell begonnen. Das denkmalgeschützte Ensemble aus Remise, Pferdestall und früherer Konditorei soll künftig als Berliner Eingangsportal zum UNESCO‑Welterbe „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ dienen und die touristische Infrastruktur am Standort deutlich stärken. Die landeseigene Grün Berlin GmbH übernimmt dabei die Projektsteuerung und das Bauherren‑Management für die Arbeiten.
Geplant sind mehrere Ausstellungsflächen, Service‑ und Shop‑Angebote sowie ein Café und Aufenthaltsbereiche im Hof, die Besucherinnen und Besuchern Informationen über Schloss Glienicke, die Glienicker Brücke und das grenzüberschreitende Welterbe‑Netzwerk bieten sollen. Die Sanierung erfolgt denkmalgerecht: Neben der statischen Sicherung und der Rettung historischer Bauteile werden moderne Technik‑ und Sanitärräume eingerichtet, ohne die historische Substanz unnötig zu verändern. Auf diese Weise soll das Ensemble nicht nur erhalten, sondern auch für die Öffentlichkeit nutzbarer gemacht werden.
Der Baustart wurde von Vertreterinnen und Vertretern aus Bezirk und Land begleitet, die die Bedeutung des Standorts als Bindeglied zwischen Berlin und Potsdam hervorhoben.
„Mit dem neuen Besucherzentrum am Schloss Glienicke schaffen wir einen zentralen Anlaufpunkt, der Orientierung bietet, Interesse weckt und Lust macht, die wunderschönen Schlösser von Berlin und Potsdam zu entdecken. Dass wir hier rund 10 Millionen Euro aus GRW-Mitteln investieren, ist ein klares Bekenntnis zur Tourismuswirtschaft in Berlin und zu attraktiven Angeboten auch jenseits der Innenstadt“, sagt Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. „Der Tourismus mit rund 12 Millionen Besucherinnen und Besuchern und fast 30 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr ist ein wichtiger Teil unserer Wirtschaft: Jeder zehnte Arbeitsplatz in Berlin hängt direkt oder indirekt mit dem Tourismus zusammen. In diese Stärke investieren wir.“
Ein Vertreter des Bezirks wies daraufhin, dass das Besucherzentrum nicht nur Gästen aus anderen Regionen, sondern auch Berlinerinnen und Berlinern zugutekommen werde, indem es Informationen und Aufenthaltsqualität bündele. Aus der zuständigen Verwaltung wurde ergänzt, dass durch die Sanierung historische Bausubstanz gesichert und zugleich barrierefreie Zugänge sowie moderne Besucherangebote geschaffen werden sollen.
Die Maßnahme wird über Fördermittel und Haushaltsmittel finanziert; Grün Berlin agiert als ausführende Projektgesellschaft für das Vorhaben. Für die Arbeiten ist eine mehrjährige Bauphase vorgesehen; wenn die Planungen wie vorgesehen verlaufen, könnte das Besucherzentrum in einigen Jahren für die Öffentlichkeit eröffnet werden. Künftig soll der Hof als zentrale Anlaufstelle für Rad‑ und Wassertourismus, aber auch für Einheimische und Spaziergängerinnen dienen und damit die Verbindung zwischen Schloss, Glienicker Brücke und dem Welterbe‑Netzwerk sichtbarer und erlebbarer machen.

Fotos: ©C. Konstantin/Boerner-Gruppe
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