Berliner Mauerweg: Start der Bauarbeiten am Hahneberg

Die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Ertüchtigung des Berliner Mauerwegs im Teilbereich Hahneberg haben begonnen. Der rund ein Kilometer lange Abschnitt ist das fünfte Streckenstück, das aufgrund starker Schäden grundlegend überarbeitet wird. Er verläuft entlang des ehemaligen Grenzstreifens in Spandau und der brandenburgischen Gemeinde Dallgow-Döberitz. Der gesamte Erinnerungsweg erstreckt sich auf rund 160 Kilometern und wird vom landeseigenen Unternehmen Grün Berlin für das Land Berlin verantwortet. Die Fertigstellung des Teilbereichs Hahneberg ist für Sommer 2026 geplant.

Der Mauerweg am Hahneberg folgt dem früheren Zollweg entlang der ehemaligen Grenze im damaligen Westberlin. Der Abschnitt am südwestlichen Fuß des Hahnebergs weist durchgehend starke Schäden auf – verursacht durch schwierige Bodenverhältnisse und einen historisch bedingt schwachen und uneinheitlichen Unterbau. Um den Weg durchgängig gut begeh- und berollbar zu gestalten, erhält er einen neuen, dauerhaft verkehrssicheren Belag. Zuvor entstehen Reptilienschutzzäune in ökologisch sensiblen Bereichen entlang der Strecke. Eine Bodenprüfung klärt vorab die bautechnische Eignung des bereits bestehenden Materials und ob Schadstoffe vorhanden sind. Wo möglich wird der abgetragene Asphalt wieder dem Recyclingkreislauf zugeführt.

Im Rahmen der Maßnahmen entstehen drei neue Erholungsbereiche mit den für den Mauerweg typischen Bänken und Tischen. Die besonders witterungsbeständig entwickelte Möbelfamilie besteht aus unbehandelten Eichenholzbalken aus der Region, mit Sitzflächen aus verzinktem Stahl. Die Flächen um die Bänke werden mit einem wasserdurchlässigen Belag befestigt.

Drei Teilstücke fertiggestellt, zwei im Bau

Den Auftakt der grundhaften Erneuerung des Mauerwegs bildete im Sommer 2022 das Streckenstück Lohmühlenbrücke bis zum Schlesischen Busch an der Puschkinallee. Dieser Abschnitt wurde im Sommer 2023 wieder an den Bezirk Treptow-Köpenick übergeben. Das Teilprojekt am südlichen Mauerweg Jenbacher Weg ist mit 5,5 Kilometern Länge im Grenzstreifen zwischen den Berliner Ortsteilen Marienfelde und Lichterfelde und der brandenburgischen Gemeinde Großbeeren eines der längsten Teilstücke und konnte ebenfalls im Sommer 2023 an die Stadtgüter übergeben werden. Das Teilprojekt durch den Grünzug am Buschgraben ging im Juli 2025 an den Bezirk Steglitz-Zehlendorf zurück. Noch in Bau befindet sich derzeit der Abschnitt vom Japaneck bis Lichterfelder Allee, der zwischen Berlin Steglitz-Zehlendorf und Teltow liegt.

Über das Gesamtprojekt Qualifizierung des Berliner Mauerwegs

Der Berliner Mauerweg ist ein Erinnerungsweg zur deutsch-deutschen Geschichte. Der Rundweg führt entlang der ehemaligen Grenzanlagen rund um West-Berlin. Die 160 Kilometer lange Strecke verläuft länderübergreifend sowohl auf Berliner als auch auf Brandenburger Gebiet. Ziel dieses historischen Themenpfads ist es, den ehemaligen Grenzraum mit den noch vorhandenen Relikten der Grenzanlagen zu erhalten und dauerhaft für die öffentliche Nutzung zu sichern. Grundlage für die qualifizierende Ertüchtigung des Mauerweges ist der Senatsbeschluss aus dem Januar 2019 (S-1848/2019) „Gemeinsame Ertüchtigung des Berliner Mauerwegs“.

Für die Ertüchtigung des Berliner Mauerweges stehen bis Ende 2026 12,39 Millionen Euro aus Steuermitteln zur Verfügung. Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu 90 Prozent durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW-Tourismus) und zu 10 Prozent durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Skizze: Grün Berlin

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