
Feste feiern ist das eine, aber die Entwicklungen in unserer Stadt sind und bleiben ein wichtiges Thema. Die DEHOGA Berlin, Visit Berlin und Visit Berlin Partnerhotels e.V. hatten eingeladen, im Palais am Funkturm der Messe Berlin. Fast 750 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft kamen zum bereits traditionellen Branchentreff des Gastgewerbes. Unter den prominenten Besuchern: Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson. Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegener, mischte sich dann am späteren Abend unter die Besucher.
Zum Auftakt ein offizieller Termin an der Fotowand, dann ging es am Rednerpult um Themen wie:. So wies Christian Andresen, Präsident des DEHOGA Berlin darauf hin, „Das Umsatzwachstum ist komplett gestoppt worden und in der Tendenz rückläufig“, mit Verweis auf die zum Jahresanfang sehr kurzfristig eingeführte Erhöhung der City Tax auf 7,5 Prozent. Diese Abgabe haben zudem die Beherbergungsbetriebe zu erbringen, nicht explizit die Gäste. Diesbezüglich hoffen die Hoteliers durch Gespräche mit der Verwaltung auf eine juristische Änderung.

Immer wieder geht es auch um die Außengastronomie. Und als Beispiel nannte Christian Andresen den neu gestalteten Gendarmenmarkt. Die anliegenden Gastronomen hatten sich hinsichtlich einheitlicher Bestuhlung und Sonnenschirmen auf die Open-Air-Saison vorbereitet. Doch das Genehmigungsprozedere der zuständigen Behörden gestaltete sich nicht nur schwierig sondern auch langwierig.
Ähnliche Situation in der Friedrichstraße. „Die Stadt muss deutlich besser funktionieren“, forderte Berlins DEHOGA-Präsident ein. Sein genereller Wunsch an die Politik: „Arbeiten Sie mit uns zusammen!“ Der Vorsitzende von Visit Berlin Partnerhotels e.V., Stefan Athmann, bestätigte ein gut laufendes Kongressgeschäft. Veranstaltungen werden ohnehin langfristig aquiriert, geplant und organisiert. Auch für 2026 gibt es bereits eine gute Vertragslage für dieses Segment. Was fehlt ist ein zentraler Ort für Großkongresses.
Diesbezüglich setzte Athmann auf das Berlin Paper 2025. Das Dokument basiert darauf, dass die Zukunftsfähigkeit Berlins als Veranstaltungsmetropole nur in enger Kooperation und einer klaren strategischen Ausrichtung der darin involvierten Teilnehmer gewährleistet werden kann. Im Klartext, so Stefan Athmann: „Alle Akteure müssen an einem Strang ziehen!“ Wie Visit Berlin-Chef Burkhard Kieker bestätigte, sei die deutsche Hauptstadt international nach wie vor angesagt. „Wir haben einen unglaublichen Nimbus. Berlin ist die Stadt der Freiheit, der Vielfältigkeit und der Kultur!“ Sorgen bereitet dem Touristiker jedoch die Entwicklung am Hauptstadtflughafen BER. Vor der Pandemie 2019 wurden dort 35 Mio. Passagiere abgefertigt, momentan sind es 26 Mio. Fluggäste.

Durch die im weltweiten Vergleich sehr hohen Flughafengebühren reduzieren momentan verschiedene Airlines ihr Angebot. Auch hier ist die Politik gefragt. Mit Blick auf die Business Traveller sah auch Stefan Athmann bei der internationalen Anbindung des BER „noch viel Luft nach oben“. Trotz des enormen Einsparzwangs von 134 Mio. Euro im Etat betonte Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson den Anspruch für Berlin: „Wir wollen eine offene Stadt sein mit einem demokratischen Miteinander!“ Überaus engagiert trat Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey auf. Sie verwies darauf, dass weltweit nur zehn Städte ein jährliches Besucheraufkommen von 30 Mio. Übernachtungen haben. Als Beispiele für die positive Branchenentwicklung nannte sie den Runden Tisch Tourismus und das neue Konzept von Berlin Paper 25, das sie zeitnah als Arbeitsgrundlage in den Senat einbringen will. Ihr mit viel Beifall belohntes Statment lautete: „Wir machen das zusammen!“
Umfangreich die Informationen, es ist bekannt was getan werden muss !!!. Nun, dann sind wir gespannt, wie die Entwicklung in unserer Stadt weiter geht. Im Sommergarten konnten dann individuelle Gespräche mit den verschiedensten Drinks und Food bis in die Abendstunden fortgesetzt werden.

Fotos: ©pegü
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