Berliner Immobilienmarkt stabilisiert sich: Eigentumswohnungen im Plus, Miethäuser mit Einstiegschancen

Ob es sich jetzt lohnt, in Berlin in Mietwohnungen zu investieren hängt unter anderem stark vom Bezirk ab.

Der Berliner Immobilienmarkt hat die Talsohle erreicht. Laut den neuesten Zahlen des Preisspiegels des Rings Deutscher Makler (RDM) zum 1. Januar 2026 zeichnet sich nach dem Zinsschock von 2022 und drei Jahren Preisrückgängen bei Eigentumswohnungen eine Trendwende ab. Erstmals seit Langem notieren die Quadratmeterpreise im Gesamtdurchschnitt ein leichtes Plus. Offenbar setzt endlich eine gewisse Erholung ein!

Die Preise für Eigentumswohnungen haben sich stabilisiert und drehen leicht nach oben. Berlinweit stieg der Durchschnittswert von Januar 2025 auf Januar 2026 um rund 0,4 Prozent. Das kontrastiert mit früheren Verlusten: In der stärksten Korrekturphase minus 8,3 Prozent, im Vorjahr noch minus 0,7 Prozent. Hohe Nachfrage und stabile Bauzinsen fördern diesen Aufschwung.

Die Entwicklung variiert stark zwischen den Bezirken: Treptow verzeichnet 3,0 Prozent Zuwachs, Köpenick 2,7 Prozent, Charlottenburg 2,3 Prozent sowie Tiergarten 1,8 Prozent. Mitte, Wilmersdorf und Prenzlauer Berg kommen je auf 2,0 Prozent. Wedding liegt bei 0,6 Prozent, Weißensee bei 1,3 Prozent, Kreuzberg bei 1,5 Prozent und Pankow bei 1,1 Prozent. Rückgänge zeigen hingegen Marzahn mit minus 2,1 Prozent, Hellersdorf minus 1,9 Prozent, Friedrichshain minus 1,8 Prozent sowie Steglitz und Zehlendorf je minus 1,6 Prozent. Die Spreizung beträgt rund 5 Prozentpunkte – Mikrolage, Wohnungstyp und Baujahr spielen eine entscheidende Rolle.

Lohnt es sich wieder in Miethäuser investieren?

Beim Miethausmarkt ergeben sich für Anleger interessante Perspektiven. Die Faktoren – das Vielfache der Jahresnettokaltmiete – reichen von 15 in einfachen Lagen in Spandau bis 26,5 in guten Lagen in Mitte. Das bedeutet: Für gleiche Mieteinnahmen variiert der Kaufpreis je nach Bezirk erheblich, was die Rendite stark beeinflusst. Spandau weist den stärksten Rückgang auf: Minus 5,7 Prozent auf 15 bis 18, seit 2022 kumuliert über 50 Prozent. Reinickendorf steigt um 2,8 Prozent, Prenzlauer Berg um 2,7 Prozent und Mitte um 2,0 Prozent. Pankow erholt sich mit 1,7 Prozent, während Bezirke wie Charlottenburg, Wilmersdorf, Neukölln, Steglitz, Tempelhof und Zehlendorf stabil bleiben.

Neuvertragsmieten klettern auf 15,79 Euro pro Quadratmeter. Niedrige Einstiegspreise, steigende Erträge und erste Erholungszeichen könnten laut RDM Einstiegsfenster für Investoren bieten.

Bild: wal_172619 via Pixabay

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