Wie man häufige Migräne-Auslöser vermeidet und Anfälle verhindert

Migräne-Anfälle kommen oft aus dem Nichts, doch es gibt manchmal Anzeichen dafür, dass sie bevorstehen. Dabei kann man Muster bei den Auslösern erkennen und eine Reihe von Maßnahmen treffen, um Anfälle zu verhindern.

Jeder Mensch hat andere Auslöser, aber es gibt häufige Faktoren, die viele Migränepatienten betreffen. Wer unter Migräne leidet und genau identifizieren kann, was sie auslöst, kann viel tun, um sich zu schützen. Hier finden Sie eine Reihe von häufigen Auslösern und effektive Gegenmaßnahmen.

Stress

Stress ist für die meisten Migränepatienten ein Auslöser, und die medizinische Forschung zeigt, dass bei den meisten Betroffenen ein Zusammenhang zwischen ihrem täglichen Stressniveau und der Häufigkeit von Migräne besteht. Wenn dann noch die Sorge dazu kommt, dass wieder ein Anfall bevorstehen könnte, kann das auf die Dauer sehr anstrengend werden.

Für einen besseren Umgang mit Stress beginnt man damit, eine Liste der Faktoren zu erstellen, die einen oft in Anspannung und Stress versetzen. Bei der Bewältigung und Reduktion von Stress helfen Meditation, Entspannung, Biofeedback und ein fester Schlafrhythmus.

Unregelmäßiger Schlaf

Es gibt einen unbestreitbaren Zusammenhang zwischen der Qualität des Schlafs und Migräneanfällen. Schließlich ist Schlaf wichtig für das Gehirn, um sich regenerieren zu können. Die meisten Migräneanfälle treten am frühen Morgenauf, was das Risiko für die Entwicklung einer Schlafstörung erhöht.

Eine gute Gegenmaßnahme besteht darin, jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und vorher auf Fernsehen, Computer, SMS und Lesen im Bett zu verzichten. Der Schlaf sollte mindestens sieben Stunden dauern.

Hormone

Frauen leiden dreimal so oft unter Migräne wie Männer. Die meisten der betroffenen Frauen stellen fest, dass sie zur Zeit ihrer Periode Anfälle bekommen. Dabei spielen die veränderten Östrogen- und Progesteronspiegel eine Rolle.

Hier können einige hormonelle Methoden der Empfängnisverhütung dabei helfen, Hormonspiegel zu stabilisieren.

Kaffee und Alkohol

Einerseits stellen viele Menschen fest, dass sich ihre Migränesymptome nach dem Konsum von Koffein oder Alkohol verstärken. Andererseits sagen manche Betroffene, dass eine Tasse Kaffee ihre Migränesymptome stoppen kann. Rotwein ist wegen des hohen Histamingehalts oft Auslöser alkoholbedingter Migräne. Auch andere alkoholische Getränke können eine Migräne auslösen.

Zur Vorbeugung hilft es, den Alkoholkonsum generell einzuschränken und die eigenen Grenzen sehr deutlich zu kennen. Bei den ersten Warnzeichen eines Anfalls sollte man sofort die Akutmedikation (beispielsweise ein Triptan wie Maxalt, Sumatriptan oder Almotriptan ) einnehmen.

Wetterumschwünge

Stürme, Hitze und Veränderungen des Luftdrucks sind häufige Auslöser, die zu einer Migräneattacke führen können. Hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze können außerdem schnell zu Dehydrierung führen, einem weiteren Auslöser.

Leider können wir das Wetter nicht beeinflussen. Menschen, die wissen, dass bestimmte Wetterlagen bei ihnen oft Migräne auslösen, sollten am besten zu Hause bleiben oder ihren Zeitplan anpassen.      

Dehydrierung

Für viele Migränepatienten ist Dehydrierung ein Auslöser. Sie kann sich auf alle Bereiche des Körpers auswirken. Menschen, bei denen Dehydrierung zu Migräne führt, sollten tagsüber eine Wasserflasche bei sich haben und mindestens zwei Liter pro Tag trinken.

Die Ernährung

Es gibt eine ganze Reihe von Lebensmitteln, von denen bekannt ist, dass sie einen Migräneanfall auslösen können. Die häufigsten sind Lebensmittel, die Histamin enthalten, Schokolade, Käse und andere Milchprodukte, künstliche Süßstoffe, Koffein und gepökeltes Fleisch.

Es ist hilfreich, bestimmte Nahrungsmittel als Auslöser zu identifizieren und diese künftig zu meiden. Manche Menschen machen eine Migräne-Diät und vermeiden dabei Lebensmittel und Zutaten, die oft zu Migräne führen.

Licht

Manche Menschen mit Migräne betrachten grelles Tageslicht geradezu als Feind. Man nennt diesen Zustand Photophobie. Er ist eines der Kriterien, um Migräne zu diagnostizieren. Hier hilft oft eine gute Sonnenbrille. Grünes Licht ist übrigens die einzige Lichtart, die Migräne nicht schlimmer macht. Es kann helfen, Glühbirnen zu verwenden, die grünes Licht ausstrahlen.

Bildnachweis: CC0 via pixabay.com 

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