Gastro und Kultur werden kryptisch: Hier kann man mit Kryptowährungen bezahlen

Im E-Commerce werden Kryptowährungen von zahlreichen Unternehmen bereits als Zahlungsmethode akzeptiert. Doch es stellt sich die Frage, ob sie auch den Sprung in die „wirkliche“ Welt schaffen und in Restaurants, im Einzelhandel oder in Kultureinrichtungen als Zahlungsmethode genutzt werden können. Eine Vorreiterrolle übernehmen hier die Berliner Restaurants, Cafés, Geschäfte und Kultureinrichtungen, die Bitcoin und Co. bereits als Zahlungsmittel akzeptieren.

Bitcoin und Co. nicht nur im E-Commerce

Kryptowährungen – allen voran Bitcoin – haben sich bislang vor allem im E-Commerce etabliert. In Online-Shops eignen sie sich beispielsweise gut als zusätzliche Zahlungsoption. Vor allem in Branchen, die dafür bekannt sind, stets am Puls der Zeit zu sein, sind Kryptowährungen häufig zu finden. So sind die Kryptowährungen als virtuelles Zahlungsmittel auf dem Gaming-Markt verbreitet. Kein Wunder, sind doch sowohl der Gaming-Markt als auch die Kryptowährungen Phänomene der Moderne und beide fest in der digitalen Welt verankert. Vor allem Online-Casinos erweisen sich im Bereich Kryptowährungen als fortschrittlich. Wer beispielsweise im Netz das beste Bitcoin Casino sucht, findet garantiert eine breite Palette seriöser Anbieter, die die Kryptowährung bereits als Zahlungsoption anbieten.

Tatsächlich wurde sogar ein spezieller Games Coin entwickelt, eine Kryptowährung, deren Schwerpunkt auf Spielen liegt. Diese Blockchain soll es jedoch in erster Linie Entwicklern leichter machen, bessere NFT-Spiele herauszubringen. In Zukunft können Gamer sicher auch die neueste Version ihres Lieblingsspiels mit Kryptowährungen zahlen oder In-App-Käufe auf diesem Wege tätigen. So konnte auf der Spieleplattform Steam zeitweise bereits mit Bitcoin gezahlt werden. Doch aufgrund der starken Wertschwankungen der Kryptowährung wurde die Option zunächst wieder entfernt.

E-Commerce und Kryptowährungen scheinen also auch langfristig eine gute Partnerschaft anzustreben. Das bedeutet aber nicht, dass Kryptowährungen nur in der digitalen Welt eine Daseinsberechtigung haben. Auch im stationären Handel sowie in der Kultur- und Gastroszene werden die Coins immer häufiger akzeptiert. In Berlin zeigen viele angesagte Locations, dass sie offen sind für eine digitalere Zukunft und bieten Gästen die Möglichkeit, ihre Rechnung per Bitcoin zu begleichen.

Das Computerspielemuseum: Ein Schauplatz futuristischer Visionen

Mitten in Berlin steht Europas erstes Computerspielemuseum. Und es ist immer gut besucht. Denn hier kann man sowohl in Jugenderinnerungen schwelgen als auch Neues entdecken. Vom sagenumwobenen Nimrod und dem Pong-Automaten bis zu aktuellen 3D-Spielen ist im Computerspielemuseum alles versammelt. Über 300 Exponate sind zu bestaunen und zu testen. Darunter befinden sich seltene Originale, noch immer funktionierende Klassiker und besondere Kunstwerke. Zudem gibt es immer wieder Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen. Auch in puncto Zahlungsmittel bleibt das Museum seinem digitalen Schwerpunkt treu und lässt Bitcoin als Zahlungsmethode zu.

Das Szenerestaurant „THE CATCH“

In Charlottenburg befindet sich das Izakaya-Restaurant THE CATCH. Sushi-Kreationen, Fisch, Fleisch, Gemüsegerichte und Suppen bieten eine große Auswahl in bester Qualität. Fisch und Meeresfrüchte lässt sich das Restaurant direkt und ohne Zwischenhändler aus Spanien und Japan liefern.

Im THE CATCH kann also erst das köstliche und exquisite japanische Essen genossen und anschließend mit Bitcoin bezahlt werden. Das Restaurant nutzt zu diesem Zweck das Zahlungsterminal des Berliner Unternehmens LUNU. Dies macht die Zahlung per Bitcoin für die Gäste so einfach wie das Bezahlen mit Kreditkarte oder EC-Karte.

Die Kneipe „Rollberger“

Das „Rollberger“ liegt in der Mainzer Straße in Friedrichshain. Das Etablissement ist nicht gerade die typische Berliner Eckkneipe. Hier geht es doch ein wenig exklusiver zu. So wird im „Rollberger“ selbstgebrautes Bier verkauft, das nicht nur für seinen guten Geschmack, sondern auch für den annehmbaren Preis bekannt ist. Und noch etwas bietet das „Rollberger“, das in den meisten Berliner Eckkneipen wohl schwer zu finden ist: Bitcoin als Zahlungsmittel.

Die Kaffeebar „Leuchtstoff“

Weiter führt die Bitcoin-Tour durch Berlin nach Neukölln. Der Stadtteil genoss in der Vergangenheit nicht immer den besten Ruf, hat sich in den letzten Jahren jedoch zum erweiterten Kreuzberg und Szenestadtteil der Hauptstadt entwickelt. Und inzwischen schießen hier die entsprechenden Locations aus dem Boden. Das „Leuchtstoff“ gibt es jedoch bereits seit 2011. Die Kaffeebar hat sich der Nachhaltigkeit und dem kollektiven Wirtschaften verschrieben. Und auch hier gibt es die Möglichkeit zur Zahlung mit Kryptowährungen.

Das Modern Café „19grams“

Diese Kaffeerösterei mit modernem Café ist der Nachfolger des beliebten „Tres Cabezas Café“ und setzt dessen Tradition unter neuem Namen fort. Die Auswahl an Kaffeesorten in dem Friedrichshainer Laden ist riesig. Dabei werden hier ausschließlich Kaffees aus nachhaltigem Anbau geröstet. Die Rösterei unterhält direkte Beziehungen zu den Kaffeebauern und setzt sich für eine gute Bezahlung der Arbeiter ein. Wer im „19grams“ seinen Kaffee genießt, hat ganz im Sinne einer modernen Rösterei die Möglichkeit, per Bitcoin zu zahlen.

Die Bar „Fabelhaft“

Im Kreuzberger Graefe-Kiez – genauer gesagt in der Schönleinstraße – ist die Bar „Fabelhaft“, eine nette Kneipe, die besonders gerne von den Kiezbewohnern aufgesucht wird. Hier findet immer einmal wieder ein Bitcoin Mädchenabend statt, auf dem an Kryptowährungen Interessierte all ihre Fragen an die alten Hasen im Bitcoin-Geschäft loswerden und Tipps für ein Investment in Kryptowährungen holen.

Übrigens: Kreuzberg wird auch als Bitcoin-Kiez von Berlin bezeichnet. Denn hier gibt es besonders viele Locations mit Bitcoin als Zahlungsmethode. So wird im hiesigen auf Science-Fiction, Fantasy und Horror spezialisierten Buchladen „Otherland“ Bitcoin bereits seit einigen Jahren als Zahlungsmittel akzeptiert. Zudem stand in Kreuzberg einst der erste Bitcoin-Geldautomat der Hauptstadt.

Fazit

Es ist möglich, sich mit Bitcoin durch Berlin zu schlemmen und darüber hinaus Kultur zu genießen und einzukaufen. Und wer sich einmal im Zahlen mit Bitcoin üben will, dem bietet Berlin tolle Möglichkeiten. Doch von Seiten der Unternehmer scheint das Angebot der Zahlung mit Kryptowährungen bisher eher ein gutes Marketing für Läden, die auf eine junge Kundschaft setzen als eine wirkliche Alternative zu den üblichen Zahlungsmitteln. Denn die Umsetzung des Konzepts ist für die Geschäftsleute mit einigen Hindernissen verbunden – vor allem durch die starken Schwankungen im Wert der Kryptowährungen.

Bildnachweise: CC0 via pixabay.com: ©Ashraful6400 / ©nastya_gepp

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